Neuer Wind

Was bereits seit einigen Tagen in den lokalen Medien berichtet und in den einschlägigen Fanforen im Internet diskutiert wurde, ist nun amtlich: Uwe Rapolder ist neuer Trainer beim Karlsruher SC.

Festzustellen ist jedoch, dass der Name Rapolder in Fankreisen zum Teil nicht auf Gegenliebe  stößt. Bereits im Vorfeld der Verpflichtung des ehemaligen Trainers von TuS Koblenz wurde Kritik laut. So äußert sich beispielsweise ein KSC-Fan in einem Forum, dass mit Rapolder der sichere Abstieg feststehe, ein anderer hätte sich lieber einen Typen wie Mario Basler gewünscht.

Doch noch ist kein Spiel unter seiner Regie gespielt und der Abstieg noch längst nicht besiegelt. Man sollte Herrn Rapolder eine faire Chance geben. Uwe Rapolder ist, was den Abstiegskampf in der zweiten Liga angeht, ein erfahrener Mann. Mit TuS Koblenz erreichte er dreimal in Folge einen Nichtabstiegsplatz, trotz zweimaligen Punktabzugs von Seiten des DFB.

Das beim KSC in Zukunft kein laues Lüftchen mehr wehen wird, sondern mit Uwe Rapolder ein frischer Wind an den Adenauerring kommt, dürfte klar sein. Lukas Podolski, den Rapolder einst beim 1. FC Köln trainierte, hatte Rapolder erst vor kurzem „menschenunwürdiges“ Verhalten vorgeworfen. Doch vielleicht ist es genau das, was der KSC nun benötigt. Einen harten Trainer, der die Mannschaft neu motivieren und antreiben kann.  

Uwe Rapolder hat bis Ende der Saison Zeit, sich als neuer Trainer zu beweisen, denn solange läuft sein Vertrag. Diese Entscheidung zeigt, dass auch die Vereinsführung dazu gelernt hat und keine Rentenverträge mehr vergibt. Von nun an zählen Punkte im Kampf gegen den Abstieg.