

Karlsruhe. (ver) - Der TV Knielingen blieb bei der überdeutlichen 23:32-Schlappe in Langesteinbach fast alles schuldig und handelte sich dabei regelrecht eine Blamage ein. Dies war die höchste Niederlage der Schwarz-Gelben seit dem Abstieg aus der Badenliga vor etwas weniger als zwei Jahren.
Allerdings hat sich durch die gleichzeitige Niederlage von Tabellenführer Bretten die Ausgangslage im Kampf um die Meisterschaft nicht verändert. Nur der TVK hatte eine sehr gute Möglichkeit, die Spitzenposition zu erobern, fahrlässig verspielt.
Die ambitioniert angetretenen Männer des Trainerteams Marc Sautter und Markus Vosseler schaffte es eigentlich nie, an den leidenschaftlichen Auftritt in Wössingen eine Woche zuvor anzuknüpfen. Marc Sautter´s Fazit fiel eindeutig aus: „Das war eine sehr enttäuschende Vorstellung. Nur zu Beginn des Spiels haben wir dem SVL Paroli geboten“. Allerdings lieferten seine Spieler den Fans auf der Tribüne zunächst in den ersten 15 Minuten eine halbwegs ansprechende Leistung ab und legten zum 7:5-Zwischenstand vor. Der TVK versäumte es aber dann durch mangelnde Abwehrarbeit und das Auslassen bester Torchancen den Vorsprung zu vergrößern. Stattdessen konnten die Gastgeber, allen voran deren Torjäger Agbofino, zur Pause auf 15:9 davon zu ziehen. Zehn Minuten blieben die Knielinger ohne eigenen Torerfolg und kassierten Gegentreffer in Serie.
Auch nach der deutlichen Pausenansprache des Trainerteams änderte sich am Spielverlauf nichts, ganz im Gegenteil. Der SV Langensteinbach zog gar spielentscheidend auf 19:9 davon. Erst Mitte der zweiten Halbzeit ging ein Ruck durch das Team. Plötzlich wurde in der Abwehr gekämpft und im Angriff zielstrebiger agiert. Doch Langensteinbach ließ sich dadurch nur kurz aus dem Konzept bringen und setzte sich am Ende auch in dieser Höhe vollkommen verdient durch.
Nach dem Spiel mussten sich die TVK-Spieler harsche Kritik gefallen lassen: „Ändern muss sich aber in den nächsten Spielen auf alle Fälle der Einsatz jedes Einzelnen. Zudem sollte sich jeder hinterfragen, ob er wirklich alles in seiner Kraft stehende tut, um Erfolg zu haben. Einzig positiver Aspekt des missratenen Auftritts ist die Tatsache, dass sich an der Ausgangslage durch die Niederlage des TV Bretten nichts geändert hat.“, sagte Marc Sautter und sein Trainerkollege Markus Vosseler wurde noch deutlicher: „Kein Spieler war an diesem Tage in der Lage die Mannschaft wieder aufzurütteln und anzuführen. Hier wurde wieder deutlich, dass wir zwar über exzellente Einzelspieler verfügen, aber eben nicht über einen Leitwolf der den Rest mitziehen und begeistern kann. Zudem spielen einige unserer vermeintlichen Leistungsträger derzeit auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Es darf schon die Frage erlaubt sein, warum sich nur Michael Richter als einziger Vollstrecker im Rückraum in Szene setzen konnte!“. Im Hinblick auf die kommenden Aufgaben sagte Markus Vosseler: „In der Faschingspause müssen wir daran arbeiten wieder "gemeinsam erfolgreich" zu sein. Dazu ist jeder Einzelne gefordert sich seiner Situation, seiner Verantwortung und die Art wie er sich vorbereitet und trainiert bewusst zu werden!“.
Nächster Gegner ist dann der TSV Jöhlingen, derzeit Vorletzter der Tabelle. Man darf sehr gespannt sein wie die TVK-Mannschaft in der Knielinger Reinhold-Crocoll-Halle auftritt, um die verkorkste Dienstreise nach Langensteinbach vergessen zu machen.
SV Langensteinbach - TV Knielingen 32:23 (15:9)
Für die Knielinger Farben trafen in Langensteinbach Michael Richter (7), Benjamin Borrmann (5/3), Matthias Schuhmacher (4), Timo Schwab (3), Christian Gilde (3) und Marco Hägele (1).
Foto: Andreas Arndt zeigt Michael Richter, den besten Torschützen der Knielinger in Langensteinbach.
Mit freundlicher Genehmigung vom TV Knielingen