

Karlsruhe. (ver) - Wenn die BG am Freitag nach Jena reist, sollte das Team zur Einstimmung vielleicht „It ain`t over till it`s over“ von Lenny Kravitz hören. Denn wie beim letzten Heimsieg gegen Kirchheim ist höchste Konzentration bis zur Schlusssirene gefordert.
Ja, man hat nun eine kleine Siegesserie von vier Spielen vorzuweisen. Dank der nun drei Spiele anhaltenden Niederlagenserie von Jena hat man sogar die Konstellation, dass ein Sieg und der direkte Vergleich theoretisch eine Verbesserung in der Tabelle bringen könnte. Doch statt zu träumen, ist man in Karlsruhe gut beraten, fleißig das
„Phrasenschwein“ zu füttern. „Ein Auswärtssieg in acht Spielen sagt doch alles.“, merkt Kapitän Rouven Roessler an. „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und dass es in Jena extrem schwer zu gewinnen ist, kann man gerne bei Teams wie dem MBC oder den webmoebel Baskets aus Paderborn abfragen. Jena ist wohl eins der heimstärksten Teams der Liga.“
Auch Headcoach Torsten Daume bleibt der eingeschlagenen Linie treu: „Es ist schön, dass wieder bessere Stimmung im Umfeld der BG herrscht, aber ich kenne
den Tabellenstand. Und der sagt nach wie vor: Das nächste Spiel ist das schwerste, und wir konzentrieren uns ausschließlich auf Jena.“ Einige seiner Spieler haben das bereits vergangenen Sonntag gemacht, als man als Zaungast die Auswärtsniederlage der Gastgeber in Heidelberg erlebte. Natürlich war dieser Auftritt wenig aussagefähig, aber unter den Profis herrschte anschließend einhellig die Meinung, dass die Hightower mit dem ehemaligen Karlsruher Jeremy Black einen absoluten Ausnahmespieler der Liga in ihren Reihen haben, der durch seine Schnelligkeit und Athletik ein Spiel individuell entscheiden kann. Dementsprechend werden die großen Spieler der BG ein wenig Unterstützung brauchen können, um Blacks Kreise einzuschränken. Dass Jenas Nummer 13 gerade gegen seinen alten Arbeitgeber besonders motiviert aufspielt, zeigte die Heimspielniederlage der BG, als Black mit 21 Punkten und acht Rebounds ein ausschlaggebender Faktor war.
Darüber hinaus sind der Kanadier Kepkay und der US-Amerikaner Kenny Barker bekannt dafür, mit zweistelligen Punktzahlen Schaden beim Gegner anrichten zu
können. Beide Spieler sind mit ihren Assists auch immer wieder in der Lage, die Mitspieler gekonnt in Szene zu setzen. Barker ist auch noch der zweitbeste Rebounder seiner Farben. Unterstützung an den Brettern bekommt er vor allen Dingen von einem alten Bekannten aus Freiburger Tagen, Christoph Roquette. Dieser teilt sich die „Deutschen“-Spielzeit vorrangig mit den BBL-erfahrenen Tim Schwartz und Eric Vierneisel. Zuletzt konnte sich der in Jena auch immer besser Tritt fassende Point-Guard Ermes Reyes-Napoles Spielzeit sichern. Hinsichtlich der geltenden Anteilsregelung der Deutschen in der Liga ist Jena hochkarätig aufgestellt.
Kein leichter Gang für die BG, die im Großen und Ganzen auf den vertrauten Kader zurückgreifen kann. Vor allen Dingen, wenn man den letzten Satz für das
Phrasenschwein bedenkt: „Angeschlagene Boxer sind gefährlich!“ Jenas Headcoach Georg Eichler ist erfahren und kompetent genug, um aus der selbstformulierten
Minikrise die Rückschlüsse zu ziehen und Maßnahmen zu treffen, die es braucht, um am Freitag im Sportkomplex Lobeda-West alles zu tun, einen Wechsel im
Tabellenbild mit den Gästen zu verhindern. Aus Sicht der BG geht es darum, den Aufwärtstrend zu bestätigen und sich mit einem Erfolg endlich auch von der
geltenden Auswärtsschwäche zu verabschieden.
Science-City Jena – BG Karlruhe
Freitag, 20.01.2012
19:00 Uhr
Sportkomplex Lobeda-West, Jena
Mit freundlicher Genehmigung von der BG Karlsruhe.