Knielinger TV erobert Tabellenführung

Knielinger Heimsieg und Brettener Niederlage

Karlsruhe. Der TV Knielingen siegte beim Lokalderby gegen die HSG Rintheim/Weingarten/Grötzingen mit 30:26 (15:10). Mit diesem Erfolg sicherten sich die Schützlinge des Trainerteams Marc Sautter und Markus Vosseler auch die alleinige Tabellenführung, das der bisherige Spitzenreiter TV Bretten deutlich in Wössingen verlor.

Im Karlsruher Derby waren die Rollen schnell verteilt. Im Vorfeld wurde die Favoritenrollen den Knielingern aufgebürdet und zeigten sich auch in der ersten Spielhälfte dieser Aufgabe voll gewachsen. Beide Seiten gingen engagiert zu Werke, doch die Knielinger erarbeiteten sich redlich einen Vorsprung. Über 3:3, 7:4 und 15:9 ließen die Männer um das Knielinger Trainerteam Marc Sautter und Markus Vosseler schon bald nichts anbrennen, zumal sich Torhüter Sven Palec von seiner besten Seite zeigte und ein ums andere mal die HSG-Angreifer düpierte.

Allerdings hatten die Gastgeber auch immer wieder unübersehbar schwächere Phasen. Das nutzten die Gäste um aufzuschließen und den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. Eine echte Siegchance hatten sie allerdings nie. „Sicherlich zeigten wir an diesem Abend nicht unsere Bestform. Es schien sogar so, dass wir nur das Notwendigste taten, um den Erfolg sicherzustellen. Aber über Sieg und Niederlage hatten nur wir zu entscheiden.“, erklärt Markus Vosseler. Nach dem 18:12 kam die HSG noch einmal auf 24:22 heran, doch die Knielinger taten wieder etwas mehr um zum Erfolg vor dem gegnerischen Tor zu kommen und zogen wieder weg. Spätestens mit dem 28:22, fünf Minuten vor dem Ende des Spiels, war die Sache zugunsten der Schwarz-Gelben gelaufen.

TVK-Coach Marc Sautter hatte nach der Partie ein Lob für seinen Torhüter Palec parat: „Positiv war sicherlich die Leistung von Sven im Tor. Insgesamt konnte man auch mit der ersten Halbzeit zufrieden sein. Die Abwehrarbeit in Durchgang zwei war aber viel zu nachlässig. Dem Gegner wurden zu viele einfache Tore, vor allem über den Kreis, gestattet. Gerade in Hinblick auf die kommenden, spielstarken Gegner muss das auf alle Fälle verbessert werden. Optimal ist im Moment nur die Punktausbeute, alles andere ist verbesserungswürdig und wird im Trainingsbetrieb aufgearbeitet.“. Er ergänzt im Hinblick auf die kommenden Aufgaben in den nächsten drei Wochen: „Vor allem muss das Spiel gegen Bretten am 20. November aus den Hinterköpfen raus und stattdessen volle Konzentration auf die eine Woche zuvor stattfindende Begegnung gegen die SG Kronau/Östringen 3 gerichtet werden.“

Letztlich hatte der TVK einen Pflichtsieg eingefahren, der nicht unbedingt dazu geeignet war nun in Euphorie zu verfallen, Aber nach Bekanntwerden der Brettener Niederlage in Wössingen freuten sich die TVK-Spieler mit Ihren Fans natürlich schon über die damit verbundene Übernahme der Spitzenposition in der Landesligatabelle. Markus Vosseler rückt die Situation gleich zurecht: „Wir Trainer lassen uns von dem aktuellen Tabellenbild nicht blenden und haben dem Team unmissverständlich mitgeteilt, dass wir mit dem Wie überhaupt nicht einverstanden sind. Auch machten wir deutlich welche Gefahren wir dabei sehen, wenn wir uns mit den Leistungen zufrieden geben - Stillstand ist Rückschritt!“.
Für den TVK spielten Sven Palec (Tor), Matthias Schweizerhof (Tor), Benjamin Borrmann (10/4), Timo Schwab (4), Pierre Ehnis (4), Ronny Borrmann (3), Matthias Schuhmacher (3), Christian Gilde (3), Marco Hägele (1), Adrian Kary (1), Michael Richter (1) und Tobias Kammerlander.

Am kommenden Wochenende ist der TVK spielfrei und will die Pause nutzen. „Zum Einen findet das Training am Donnerstag in Form eines Anschauungsunterrichts bei der Handball Champions League, die Rhein-Neckar-Löwen spielen gegen Chambery in der Karlsruher Europahalle. Zum Anderen spielen wir am nächsten Dienstag gegen einen Badenligisten.“, erklärt Markus Vosseler und macht im Hinblick auf das Spiel übernächsten Sonntag deutlich: “Für die kommende Partie gegen die Junglöwen ist Vorsicht angeraten. Solche Mannschaften sind immer sehr unangenehm zu spielen und bedürfen einer konzentrierten Vorbereitung und respektvollem Herangehen in dem Spiel.“.

Foto von Andreas Arndt, zeigt Pierre Ehnis beim Wurf