Im Finale knapp gescheitert

Karlsruhe - Grünwettersbach. (ver) - Traditionell bildet die Vorrunde zur Deutschen Pokalmeisterschaft für die Zweitligateams den Auftakt zur neuen Saison. Wie bereits im letzten Jahr kam dieses Turnier am vergangenen Samstag in Stuttgart zur Austragung.

Nachdem das ASV-Trio im Vorjahr bereits im ersten Spiel sang- und klanglos mit 0:3 am TTC Fortuna Passau gescheitert war, hatte man sich in diesem Jahr Besserung gelobt. Die Auslosung meinte es gut mit den Grünwettersbachern, denn nach einem Freilos im Viertelfinale traf man im Halbfinale auf den Ligarivalen FC Tegernheim, der zudem nicht mit der stärksten Formation vertreten war. So hatten die in Bestbesetzung aufgelaufenen ASVler keinerlei Mühe, die Bayern in die Schranken zu verweisen.

Im Auftaktmatch zeigte sich Adam Robertson gegen Marcello Aquirre zunächst äußerst großzügig und ließ gleich ein gutes Dutzend Satzbälle im 1. Satz ungenutzt, was der Italiener in Diensten des FC schließlich zum 18:16 Satzgewinn nutzte. In den folgenden Sätzen ließ Adam dann allerdings nichts mehr anbrennen und erspielten den ersten Punkt für seine Farben. Lei Yang verteilte im zweiten Spiel keine Geschenke. Sein 3:0 Erfolg gegen Christoph Schmidl stand nie auf der Kippe, so dass der ASV-Spielertrainer seinen Teamkollegen Geir Erlandsen mit einem komfortablen 2:0 Vorsprung ins dritte Match schickte. Hier agierte der frischgebackene Vater in Diensten des ASV zunächst sehr souverän und ließ Gregor Förster in den beiden Auftaktsätzen keine Chance. Im Folgesatz ließ es Geir dann etwas ruhiger angehen, was Gregor Förster prompt zum Satzgewinn nutzte. Als jedoch der Norwegische Internationale die Zügel wieder anzog, war der Finaleinzug des ASV schnell in trockenen Tüchern.

Parallel dazu lieferten sich die Zweitliga-Spitzenteams aus Weinheim und Mühlhausen einen Pokalfight auf Biegen und Brechen, wobei die Badener am Ende die Nase knapp mit 3:2 vorne hatten und somit Finalgegner des ASV waren.

Im Finale musste zunächst Adam Robertson gegen TTC-Neuzugang Jörg Schlichter ran. Dabei kam Adam zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel und musste dem erfolgreichsten Zweitligaakteur der letzten Saison die ersten beiden Sätze überlassen. Als die Sätze drei und vier recht deutlich an den Walliser in Diensten des ASV gingen, schien der erste Punkt greifbar nahe. Doch Jörg Schlichter zog im Entscheidungssatz schnell davon und ließ im Folgenden nichts mehr anbrennen.

Im zweiten Match lieferten sich Geir Erlandsen und Ovidiu Ionescu ein tolles Spiel auf Augenhöhe, das ebenfalls erst im Entscheidungssatz entschieden wurde. Nachdem der erfahrene Norweger während des gesamten Satzes leicht in Führung lag und beim 10:9 gar einen Matchball hatte, drehte der gewohnt aggressiv spielende junge Rumäne das Spiel noch durch 3 Punkte in Folge.

ASV-Spielertrainer Lei Yang hielt im Anschluss sein Team weiter im Rennen. Gegen seinen letztjährigen Teamkollegen Björn Baum tat sich Lei nur im Auftaktsatz schwer. Nachdem dieser jedoch auf der Habenseite verbucht war, dominierte der konsequent agierende Grünwettersbacher auch die folgenden Sätze nahezu nach Belieben und verkürzte somit auf 1:2.

Wenig Chancen hatte Adam Robertson zunächst gegen Ovidiu Ionescu. Als Adam jedoch den 3. Satz hoch für sich entscheiden konnte, keimte kurz Hoffung auf, doch diese machte der Weinheimer durch ein 11:7 im 4. Satz schnell zu Nichte.

Die Weinheimer konnten somit am Ende einen 3:1 Endspielsieg feiern und treffen im Viertelfinale des DTTB-Pokals auf den Erstligisten TTC Herne. Doch auch das ASV-Trio zeigte im Gegensatz zum Vorjahr eine ansprechende Leistung, die für die Ende September beginnende Zweitligasaison Hoffnung macht.

Bildunterschrift: Lei Yang blieb in Stuttgart ohne Satzverlust

Mit freundlicher Genehmigung von Karl-Heinz Fritz - ASV Grünwettersbach