Golderer am Start beim Roc d'Azur - letztes Rennen für TEXPA-SIMPLON

Remchingen. (ver) - Der Ellmendinger Roland Golderer war am vergangenen Wochenende zum letzten Mal für das Würzburger Team TEXPA-SMPLON am Start des legendären Roc d'Azur im südfranzösischen Fréjus. Golderer fährt seit der Saison 2007 für das fränkische Team und startete bereits zum vierten Mal beim Roc Marathon am Freitag über 83 Kilometer und 2800 Höhenmeter und am Sonntag beim Roc d' Azur über 56 Kilometer und 1800 Höhenmeter.

Sportlich war Golderer beim Sieg des tschechischen Olympiasiegers Jaroslav Kulhavy beim Marathon über 83 Kilometer mit Platz 47 und Platz 45 beim 56 Kilometer langen Rennen am Sonntag (Sieger Stéphane Tempier) nicht besonders glücklich: "Am Freitag hatte ich schlecht geschlafen und fühlte mich recht schlapp und am Sonntag musste ich das Rennen am Ende der ersten Startgruppe mit rund 500 Startern aufnehmen, da ich nicht auf der Liste des zuständigen Kommisärs stand und somit ständig am Überholen war, aber keine Chance mehr hatte eine gute Platzierung einzufahren."

Insgesamt starteten bei den verschiedenen Wettbewerben von Donnerstag bis Sonntag rund  20.000 Teilnehmner. Golderer rechnete sich besonders beim Marathon über 83 Kilometer eine gute Platzierung aus, die er bei Kilometer 47 nach und nach aufgab, da er einfach keine Kraft mehr hatte und zudem Probleme mit dem Schaltwerk auftraten, so dass er die Strecke als "Radtourist" zu Ende fuhr und die Ausblicke aufs Mittelmeer genießen konnte. Bis dahin befand er sich noch in Reichweite zu Platz 20.

Am Sonntag stand das Saisonabschlussrennen an und Golderer freute sich trotz Starthandicap aus der letzten Reihe auf die anspruchsvolle Strecke bei schönstem Wetter durch das Mittelgebirge "Massif de L'Esterel" an der Côte d'Azur. Gänzlich aufholen konnte er die hintere Startposition nie, da es besonders an den ersten Engstellen immer wieder zu Staus kam, die zu absolutem Stillstand zwangen. Dieser Rückstand konnte nicht mehr kompensiert werden, aber trotzdem gelang es Golderer Platz um Platz gutzumachen und am Ende auf dem 45 Rang ins Ziel einzufahren.

Mit freundlicher Genehmigung von Roland Golderer.