

Karlsruhe. (ver) - Am Donnerstag feierte Torsten Daume seinen 41. Geburtstag. Zwei Tage später überreichte ihm die Mannschaft ihr Geschenk: Einen 101:77– Sieg gegen die Saar-Pfalz Braves. Dabei entschieden die Hausherren alle Viertel für sich (31:23, 18:12,26:22, 26:20). Besonders erfreulich war, dass die BG ihre Schokoladenseite in Form ihres Heimspielgesichts zeigte.
Sie konnte trotz des deutlich verlorenen Hinspiels den direkten Vergleich für sich entscheiden, schafft sich mit diesem Erfolg ein wenig Luft auf die letzten Plätze und
sorgte bei den 1.400 anwesenden Zuschauern für Euphorie. Spätestens als Justin Howard die 100 mit einem Ball von Außen (sein einziger Dreierversuch und damit
eine 100%ige Quote an diesem Abend) durch die Reuse warf, hielt es niemanden mehr auf den Plätzen. Zum ersten Mal seit Jahren gelang damit ein deutlicher Sieg
gegen die Braves.
Das erste Viertel begann aus BG-Sicht wundervoll. Vom Anwurf fand der Ball zu Rouven Roessler, der alles, was noch zwischen ihm und dem Korb stand, elegant
umkurvte und den Ball zum 2:0 einlegte. Ähnlich schön anzusehen war in der Folgeszene Moores Steal und das darauf folgende Zuspiel auf Jones, der das 4:0
markierte. Okorie war es vorbehalten, die ersten Punkte für die Gäste zu erzielen, was die BG mit einem 7:0-Lauf zum zwischenzeitlichen 11:2 beantwortete. Bis zur
Mitte des Viertels folgte eine ausgeglichene Phase, in der die Gäste mitspielten, ohne den Anstand verringern zu können. Nach einer Auszeit stellte Alawoya den
alten Abstand von sieben Punkten zum 18:11 her. Am Ende des Viertels stand ein 31:23 auf der Anzeigetafel. Einige Male hatte Domonic Jones das Publikum mit
seinen unwiderstehlichen Läufen zum Korb und den entsprechenden Punkten begeistert. Samarco hatte einen Dreier sehr sicher zum 25:17 versenkt. Gleich
danach sah die gesamte BG-Defensive aber gar nicht gut aus, als man Jeka einen freien Versuch von Außen gestattete, die er zu drei Punkten für seine Farben nutzte.
Doch wer wollte daraus nach diesen tollen ersten zehn Minuten daraus noch einen Vorwurf machen?
Im zweiten Viertel fanden beide Mannschaften zu einer etwas intensiveren und aggressiveren Defense. Dabei schnitt die BG mit 18:12 auch in diesem Spielabschnitt einen Tick besser ab. Die Gäste sahen dank Alawoya bei den Rebounds nun endlich besser aus. Waren den Braves lediglich drei Rebounds im ersten Viertel gegönnt worden, konnte man nun 12 für sich verbuchen.
Nach der Halbzeit hatte es sich mit der konzentrierteren Defense, was für jede Menge erfolgreicher Offensivaktionen sorgte. Am stärksten profitierte davon Martin
Samarco, der in diesen zehn Minuten 13 Punkte für sich verbuchen konnte und endlich auch aus der Mitteldistanz zu alter Treffsicherheit fand. Bei den Gästen
waren es Jeka und Okorie, die aus dieser Spielweise ihr Scoring nach oben korrigierten. Hatte Rouven Roessler die ersten drei Viertel voll durchgespielt und der Mannschaft eine gute Stabilität verliehen, durfte er im letzten Viertel ein wenig verschnaufen. Matthias Hurst kam genauso wie Aaron Schmitz und Markus Hübner zu Spielzeit. Alle drei fügten sich in das wunderbar funktionierende Teamgefüge ein. Schmitz hatte in einer Minute Spielzeit einmal den Ball in der Hand und nutzte das zu einem schönen Assist. Hurst kam am Ende zwar nicht auf Punkte, aber auf einen Rebound und einen Assist, während Hübner mit fünf Rebound, sechs Punkten und einem Ballgewinn eine gute Leistung krönte. Die BG zeigte nach wie vor tolle Spielzüge, die man meistens gut abschloss, wobei man in der defensive nun auch einiges zuließ.
Dass Okorie nach Jeka erfolgreichster Schütze der Braves wurde, verdankte er nicht zuletzt der Tatsache, dass er noch drei Distanzwürfe versenken durfte, ohne
nennenswert attackiert zu werden. Am Ende kam es dann zu der Szene, als Howard nach Außen auf die Linie auswich den Ball bekam und ähnlich frei den Ball zum
Endstand versenkte. Marco Amelow als Gästecoach gratulierte nach diesem Spiel: „Es war ein Start- Ziel Sieg der BG. Wir haben zu lange geschlafen und sind damit in eine schwierige Situation gekommen. Rückstände liegen uns auswärts nicht. Die können wir mental noch nicht verarbeiten. Wir waren immer einen Schritt zu spät, die BG hatte einen Lauf und irgendwann war das nicht mehr zu gewinnen.“
Torsten Daume fasste den Abend wie folgt zusammen: „Ich bin sehr froh über ein erfolgreiches Spiel. Nur phasenweise gab es für mich Anlass zu Kritik. Wir haben
viel investiert, um den Umschwung nach den Auswärtsniederlagen herbeizuführen. Wir haben das Spiel schnell gestaltet, konnten viele Fastbreaks laufen. Dadurch
haben wir auch mehr Ballbesitz gehabt. Sowohl offensiv als auch defensiv haben wir die Kontrolle in diesem Match gehabt. Kompliment an das Team und dessen
Rhythmus. Es hatte Geduld in der richtigen Phase, und hat zur rechten Zeit dann auch wieder aufgedreht. Sehr gefreut habe ich mich für Matze ( Matthias Hurst) und
Markus (Hübner). Beide haben ihre Zeit bekommen und gut gespielt. Markus konnte mit seinen Offensivrebounds dann auch noch sein Scoring machen. Wir haben im
Großen und Ganzen heute als Team gut funktioniert.“ Ein Kompliment bekam die medizinische Abteilung, die Jones Rückenbeschwerden so erfolgreich behandelt hatte, dass er sich gemeinsam Samarco, Moore, Roesslerund Howard in der Starting Five wiederfand.
Punkte BG Karlsruhe: Samarco 31/4, Howard 23/1, Jones 13/1, Stockton 11/1, Roessler 10/1, Hübner 6, Moore 5/1
Punkte Saar-Pfalz Braves: Jeka 22/4, Okorie 21/4, Alawoya 9, Land 7, Reed 6,Damjanovic 5/1, Karamatskos 3, Valentic 2, Cardenas 2
Mit freundlicher Genehmigung von der BG Karlsruhe.