

Karlsruhe. (ver) - Angesichts des bisherigen Hinrundenverlaufs muss man als Anhänger der BG dankbar sein, dass vor Weihnachten zwei Heimspiele auf dem Plan stehen: Am Samstag gegen Cuxhaven und am folgenden Donnerstag mit dem Beginn der Rückrunde die Begegnung mit den webmoebel Baskets aus Paderborn.
Nachdem man auch das Auswärtsspiel in Essen abgegeben hat, liegt der Fokus nun darauf, Heimstärke zu demonstrieren: „Wir haben zu Hause zuletzt gegen Heidelberg und Leitershofen besser ausgesehen und sind in Essen nun auch wirklich nicht abgefrühstückt worden.“, stellt Headcoach Torsten Daume fest. „Eins ist natürlich nach Essen aber auch klar: Vor eigenem Publikum gibt es nichts mehr zu verschenken, und wir haben Schritt für Schritt zu denken. Wir konzentrieren uns in der jetzigen Situation ausschließlich auf Cuxhaven.“
Die Gäste haben ihre letzten vier Auswärtsspiele zum Teil recht deutlich verloren, wobei die Gegner MBC und Düsseldorf schon aufgrund der Tabellensituation nicht überraschend siegten. Und dass man in Jena oder Essen verlieren kann, weiß man in Karlsruhe auch nur zu gut. Mit den beiden Amerikanern Jackson Capel und Quinnel Brown verfügen die Nordlichter über zwei Akteure, die konstant scoren, als solide Rebounder auftreten und damit konstant gute Effektivitätswerte vorzuweisen haben. Und da, wo die BG einen Rouven Roessler hat, sichert sich Dorian McDaniel als deutscher Powerforward mit durchschnittlich 31:42 Minuten Spielzeit und meistens zweistelligen Punktzahlen seinen Platz im Team.
Ein weiterer deutscher Spieler, den man im Auge behalten muss, ist der Guard Jusuf El Domiaty, der bei der Heimniederlage gegen die Kirchheim Knights nicht nur 31:48 Minuten auf dem Parkett stand, sondern auch eine bemerkenswert gute Partie mit 12 Punkten, fünf Rebounds und einem Assist ablieferte. Auf der gleichen Position wies im gleichen Spiel Martin Bogdanov in 24:10 Minuten sechs Assists aus. Auch hier haben die Gäste also eine mannschaftsdienliche Alternative mit deutschem Pass.
Inzwischen hat Cuxhaven auch auf die Schwächen am Brett reagiert und mit Nate Gerwig einen bekannten und gestandenen Center nachverpflichtet. „Nate wird den Gästen mit Sicherheit die nötige Stabilität am Brett verleihen.“, vermutet Daume. Da er erst einen Einsatz im neuen Trikot vorzuweisen hat, kann man da aber nur mutmaßen. Im Kampf um Rebounds muss man vor allen Dingen gleich zwei weitere Spieler kontrollieren: Evan Harris und Quinnel Brown. Doch neben dem Blick auf den Gegner gilt es bei der BG vor allen Dingen, die eigene Lage richtig einzuschätzen und dementsprechend zu agieren. „Zum Glück haben wir Michael Stockton wieder mit an Bord.“, zeigt sich Daume zuversichtlich. „Der hat uns in Essen wirklich gefehlt, wird auch mit Maske für Entlastung sorgen können.“ Gerade Entlastung ist im Hinblick auf die hohe individuelle Fehlerquote mit der die BG die gesamte Spielzeit über zu kämpfen hat, nicht unwichtig. „Man darf Cuxhaven nicht unterschätzen.“, warnt Daume, „Aber im Wissen um unsere Situation und vor eigenem Publikum sollte ein Sieg drin sein.“
Neben der Überlegung, dass man Heimspiele in der derzeitigen Phase als Bescherung empfinden kann, dürfen die Fans der BG sich auch noch auf eine
andere freuen: Am Montag wird ein weiterer Spieler zum Team stoßen, der als Deutsch-Amerikaner gerade auch hinsichtlich der Spielzeit auf den „Deutschen“ Positionen als Alternative eingesetzt werden wird. „Gegen Paderborn möchten wir ihn auf alle Fälle präsentieren.“, stellt Daume fest. Und damit hätte die BG den Kader wie beabsichtigt noch vor dem Fest aufgefüllt.
Mit freundlicher Genehmigung von der BG Karlsruhe.