Blau Gelb Mühlacker - TSG Niefern 37:21 (15:9)

Foto: Wolfgang Müller

Mühlacker (ver) - „Unsere Titelträume sind zerplatzt wie eine Seifenblase!“ Ein sichtlich enttäuschter Sven Sigloch, Trainer der TSG Niefern, ist nach einem völlig verkorksten Spiel seiner Schützlinge bemüht, seine Emotionen verbal unter Kontrolle zu halten.
Man kann/muss ihn verstehen, schließlich ging es im Spiel Blau Gelb Mühlacker/TSG Niefern darum, den Aufstieg in die Landesliga perfekt zu machen. Und nun?

Zwar hatten die Nieferner hart gearbeitet, doch die Vorgaben aus dem Abschlusstraining konnten sie leider in wirklich keiner Phase des Spiels umsetzen. Die Abwehr wie gelähmt, die Offensive ohne Stoßbewegung, der Rückraum wie überhaupt nicht vorhanden, zig vergebene Torchancen – es war wirklich zum Verzweifeln! Beim Stand von 3:3 konnten sich die Senderstädter bis zum 7:6 immer mit zwei Treffern absetzen. Niefern kam ran, es gelang der 7:7 Ausgleichstreffer – und Hoffnung keimte auf. Doch so viele Fehler, ursächlich unvorbereiteter Würfe, durfte man sich gegen das Team von Maik Bareis einfach nicht leisten. So zogen die Blau Gelben von Mühlacker mit einem 6-Tore-Vorsprung in die Pause. Sicher gab es deutliche Worte und ganz bestimmt hatten sich die Nieferner für die 2. Halbzeit mehr vorgenommen, doch die Einheimischen hatten an diesem Tag einfach deutlich mehr zu bieten, als das kollektiv versagende badische Gästeteam! Sieben vergebene Strafwürfe, unplatzierte Schüsse, kopfloses Agieren, eine miserable Torausbeute - stehen für den klaren Misserfolg der TSG Niefern! Der Heimerfolg von Mühlacker dagegen ist absolut verdient. Durch die klare Niederlage liegen die Senderstädter deshalb jetzt auch im direkten Vergleich um ein Tor vorne.

Und die TSG? Die wird Ursachenforschung betreiben und aus den Fehlern ganz schnell lernen müssen. All zu viel Zeit bleibt ja nicht mehr. Doch das junge TSG-Team hat wirklich Potenzial – und das möchten auch die Zuschauer gerne wieder erleben. Die Saison ist noch nicht beendet und „zusammengezählt“ wird bekanntlich unterm Strich - ganz am Schluss! Also – vorwärts Männer, wieder aufstehen, ihr könnt und wollt doch mehr !!



Fast kein Durchkommen durch die Abwehr von Mühlacker ... Simon Müller mit einem seiner vielen Versuche....

TSG Niefern: Tim Tamberg, Marco Wenz (Tor)
Im Feld: Frank Kessler (5), Thorsten Meier, Nikola Reim, Florian Sestan (1), Simon Müller, Andre Mertinat, Amadeus Wolf, Frederik Bergler, Marc Mayer (2), Tomislav Barisic (9/4), Benny Walz (3/1), Jochen Gläser (1).
Mit freundlicher Genehmigung von Sven Siegloch - TSG Niefern. Fotos: Wolfgang Müller.