

Karlsruhe. (ver) - Ausgerechnet im Derby gegen den USC Heidelberg am 11. Spieltag endlich wieder einen Sieg für sich verbuchen! 1.400 Zuschauer feierten das Team beim 88:67 Heimsieg. Auch Thorsten Daume verneigte sich vor seiner Mannschaft: „Großes Lob an das Team. Sie sind als Mannschaft aufgetreten und haben darüber hinaus tolle individuelle Leistungen gezeigt. Michael Stockton war 40 Minuten auf dem Parkett und hat das Spiel richtig gut gelenkt.“ Über Howard oder Samarco gab es nicht viel zu sagen: Howard hatte auch an diesem Spieltag mit einer Effektivität von 39 bei sagenhaften 17 Rebounds ebenso Bestmarken am Spieltag aufgestellt, wie Martin Samarco, der mit 31 Punkten Topscorer war. Dass Michael Stockton dieses Bild mit sieben Assists abrundete, passte zu dem aus Karlsruher Sicht rundum gelungenen Abend.
Thorsten Daume hatte seine Starting Five umgestaltet und schickte Matthias Hurst für Markus Hübner auf das Parkett. Bei den Heidelbergern eröffneten Burgess, Heindel, Sargent, Schoo und Watts das Spiel. Nach kurzem Abtasten und zwei missglückten Offensivaktionen war es Martin Samarco, der sich ein Herz nahm und zum 3:0 traf. Danach lief die BG innerhalb von nur einer Minute in einen 0:7-Lauf, ehe ein weiterer Distanzwurf von Samarco nach gelungenem pick and roll mit Hurst zum 6:7 die Hausherren wieder ins Spiel brachte. Als Samarco kurz danach mit dem 8:7 wieder eine knappe Führung herauswarf, antworteten die Gäste von der Freiwurflinie zum 8:11. Während Sargent seine drei Versuche sicher versenkte, scheiterte Watts mit seinem zweiten Versuch. Danach entdeckte die BG in den verbleibenden fünf Minuten des ersten Viertels ihre Offensivqualitäten und hatte nicht selten das Glück des Tüchtigen: Als ein langer Ball von Stockton zu Howard kam, brachte der seine Hände so gut an das Spielgerät, dass es irgendwie noch durch die Reuse rutschte. Hurst gelang bei ablaufender Uhr das zwischenzeitliche 18:18. Dann unterlief ihm in der Defensive ein Foul, auf das Daume mit dem einzigen Wechsel bei der BG im ersten Viertel reagierte: Markus Hübner durfte auf das Feld. In seinen 1:50 Minuten Einsatzzeit durfte er ein wunderschönes Zuspiel von Roessler auf Stockton sehen, der einen Dreier zum 23:21 nahm, ehe dann Howard noch weitere Punkte zum Viertelendstand von 23:20 beisteuerte.
Auch im zweiten Viertel begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe, wobei der USC mit einem Punkt zum 43:41-Halbzeitstand das Viertel für sich verbuchen durfte. Die BG hatte Mitte des Viertels eine wunderbare Phase als Stockton ein Zuspiel von Samarco zum 36:31 verwertete.
Sauer nahm eine Auszeit und musste dann erleben, wie Schoo erst ein Offensivfoul unterlief, der nächste Angriff der BG von einem entschlossenen Hübner zum 38:31 beendet wurde. Danach unterlief Williams ein Ballverlust.
Samarco zog zum Korb, konnte den Ball gegen Schoo nicht durch die Reuse bringen, kassierte dann, als er sich beim Schiedsrichter beschwerte, auch noch ein Technisches Foul. In der Folgezeit kam der USC nun wieder deutlich besser zurecht und arbeitete sich mit den letzten Punkten zur Halbzeit von Sargent wieder auf zwei Punkte heran.
Das dritte Viertel bescherte dem Anhang der BG zehn wunderbare Minuten: Mit 23:14 wurden die Gäste in die Schranken gewiesen. Samarco punktete munter weiter (nach diesem Viertel war er bereits bei 24), Rouven Roessler steuerte sechs Punkte bei und Justin Howard war am Brett nicht mehr zu stoppen: Sieben Punkte und erstaunliche neun Rebounds waren sein Beitrag dazu, dass die Karlsruher Fans mal wieder lautstark feiern konnten.
Den Vorsprung nahm man sich auch in den letzten zehn Minuten nicht mehr nehmen: Sanijay Watts ging mit dem fünften Foul vorzeitig duschen, während Adrian Lind eine Minute vor Schluss für Howard kam, der mit Standing Ovations gefeiert wurde. Sargent nahm den letzten erfolgreichen Wurf an diesem Abend zum 88:67 und dann konnten die BG-Spieler endlich mal wieder auf Feiertour an den Fans entlang gehen.
Uwe Sauer sagte, er sei „ein wenig sprachlos“ und stellte fest, man müsse den Abend erst einmal intern aufarbeiten. Die Mannschaft sei gut vorbereitet nach Karlsruhe gekommen und habe dann aber nicht die erforderliche Leistung abrufen können. Fair gratulierte er seinem Gegenüber Thorsten Daume, der auch noch einen Dank an die ärztliche und physiotherapeutische Abteilung der BG absetzte: „Was Dr. Oliver Frerking und Mario Bassauer geleistet haben, dass Rouven Roessler, bei dem ich fest davon ausgegangen bin, dass er heute nicht spielen können wird, nachdem er gestern im Training heftig umgeknickt ist, ist sensationell. Rouven Roessler hatte sich übrigens im Andenken an alte Zeiten die 15 als Rückennummer geben lassen.
Die BG muss jetzt zum Spitzenreiter nach Weißenfels, kann diese Reise aber endlich mit einem Erfolgserlebnis im Rücken antreten.
Punkte BG Karlsruhe:Samarco 31/4, Howard 25, Stockton 16/2, Roessler 8/1, Hurst 4, Hübner 3, Rüeck 1
Punkte USC Heidelberg: Sargent 24/3, Zipser 10/2, Watts 10, Heindel 8, Burgess 6, Komarek 5/1, Schoo 2, Williams 2
Mit freundlicher Genehmigung von der BG Karlsruhe.