110 Jahre leuchtet ein besonderer weißer Stern am Karlsruher Rheinhafen

Karlsruhe. (ver) - Der Karlsruher Rheinklub Alemannia feierte am 16. Juli 2011 sein 110-jähriges Bestehen. Der weiße Stern auf blauem Grund, das Emblem des Vereins, leuchtet in der traditionellen Vereinsfahne, auf den Trikots und den Ruderblättern. Am Jubiläumstag leuchtete er sogar auf kleinen pikanten Essen-Spießen, die zum Empfang im Bootshaus gereicht wurden.

Harfenklänge am Hafen sind eher selten. Desto überraschender, aber auch beruhigend, wirkte zur Einstimmung und musikalischen Umrahmung des Jubiläumsfestes das Harfenspiel von Karin Schnur. Der Vereinsvorsitzende Tom Neemann hieß in seinen Begrüßungsworten zahlreiche geladene Gäste und Freunde herzlich willkommen. Allen voran überbrachte Stadträtin Ute Müllerschön die besten Wünsche der Stadt Karlsruhe. Angereist waren Wolfgang Eitel vom Badischen Sportbund und Wolfgang David, Ehrenmitglied des Deutschen Ruderverbandes, sowie Johanna Kienzerle, Vorsitzende des Landes Ruderverbandes Baden-Württemberg. Nicht zuletzt machten die Sportfreunde vom Hafenbecken drei Frank Wischniewski, Vorstand des Rudervereins Wiking, und Detlev Hoffmann, prominenter Kanusportler der Rheinbrüder, den Alemannen ihre Aufwartung. Aus dem Schwabenland kam Peter Wolfering vom Stuttgart-Cannstatter Ruderclub - alle überbrachten ihre herzlichen Glückwünsche zum 110jährigen Jubiläum.

Viele Geschichten und Anekdoten wurden unter den ehemaligen Leistungssportlern und Ruderfreunden ausgetauscht. Besonders stolz sind die Alemannen auf ihren erfolgreichsten Rennruderer Michael Schwan, Olympionike und Bronzemedaillengewinner von Tokio 1964. Johanna Kienzerle vom LRVBW, überreichte ihm zur Überraschung die „Goldenen Verdienstnadel“ für sein Engagement im Rudersport – später sollte Michael Schwan noch eine weitere besondere Ehrung zuteilwerden.

Einer der Festhöhepunkte waren die Bootstaufen. Uli Jacobs hatte die Ehre, einen neuen „3er+/4er-“, nach dem Gründungsjahr „1901“, mit prickelndem Sekt aus einem silbernen Kelch zu taufen. Nachwuchssportlerin Victoria Karl taufte einen neuen „Filippi-Doppelzweier“ auf den Namen des Ehrenvorsitzenden „Michael Schwan“. Anschließend wurde mit „1901" und „Michael Schwan" im Nordbecken eine kleine Probetour gerudert. Sportler, Mitglieder und Freunde des Rheinklubs hatten die Boote zum größten Teil mit ihren Spenden finanziert. 

Als besondere Festüberraschung erfolgte am späteren Nachmittag eine interessante Rudertour mit der 21 m langen „Lusoria Rhenana“ („spielerisches / tänzerisches Schiff“). Ein römisches Patrouillenboot als original historische Rekonstruktion, lag noch vom Karlsruher Hafen-Kulturfest im Nordbecken. 24 Alemannen besetzten das nachgebaute Flusskriegsschiff und ergriffen die langen Holzriemen für eine kleine Hafenfahrt.

Die schönen Akkorde der Harfe waren längst verklungen - aber am Karlsruher Rheinhafen sollte noch bis spät in den warmen Sommerabend Happy Hour sein.

Bild: Rachel Kup

Mit freundlicher Genehmigung von Dietmar Kup - Karlsruher Rheinklub Alemannia .